Bedrohung der Netzneutralität - Drosselung der Telekom ist (nicht) (nur) der Anfang

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    • Bedrohung der Netzneutralität - Drosselung der Telekom ist (nicht) (nur) der Anfang

      Hallo!

      Langer Text. Das Thema ist aber auch komplex. Betrifft aber jeden von uns!

      Wie im Telekom-Thread schon angesprochen, starte ich zu diesem Thema mal einen neuen Thread. Es geht um die Netzneutralität, die nicht zuletzt durch das Drosselungs-Vorhaben der Telekom bedroht ist.

      Erst mal die Definition von Netzneutralität (Wikipedia entnommen):
      "Netzneutralität bezeichnet die wertneutrale Datenübertragung im Internet. Netzneutrale Internetdienstanbieter (englisch internet service provider) senden alle Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden, unabhängig davon, woher diese stammen, zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen, was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat."
      -> de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t

      Die reine Drosselung der Telekom scheint unter diesem Aspekt kein Angriff darauf zu sein. Man muss aber auch die gesamte Telekom-News lesen. Denn die Daten die durch die VoIP-Telefonie und Telekom-Entertain (IPTV) sind davon ausgenommen. Später folgen dann weitere Angebote wie z.B. die eigene Cloud. Das Spotify-Musikstreaming kann man sich z.B. schon für rund 10€ als unbegrenzte Spotify-Flatrate zu seinen Verträgen dazu buchen:
      -> t-mobile.de/tarifoptionen/0,20406,17775-_3145,00.html
      -> hardwareluxx.de/index.php/news…netzneutralitaet-ein.html
      Man treibt seine Kunden damit noch stärker in die eigenen Dienste, wenn das Inklusiv-Volumen auf einmal für das bisherige Surfverhalten nicht mehr ausreicht. Oder knöpft den Kunden für bisherig kostenlos inklusiv erhaltene Angebote zusätzliches Geld ab (Spotify). Und Spotify wird nicht die Ausnahme bleiben.

      Aber nicht nur das ist ein Problem. Bei der 16Mbit-DSL-Verbindung bekommt man ein Inklusiv-Volumen von 75GB. Oder bei VDSL50 (was aber auch entsprechend teurer ist) sind es 200GB. Das hört sich erst einmal viel an. Aber rechnet mal selbst:

      - Was der Download der Patches nach einer Windows-Installation benötigt (gut 2GB)
      - Patches für die anderen Progs (Java, Flash, Acrobat, VLC, Browser, Office usw.)
      - was die DLCs von Spielen benötigen (BF3 über 30GB)
      - Downloads von Patches für andere Games
      - der gesamte digitale Vertrieb von Spielen (z.B. Bioshock Infinite: 20 GB)
      - hier z.B. Steam und Origin (Patches für Games)
      - Skype, Mumble, Teamspeak - die gesamte (Video)telefonie verbraucht Volumen.
      - was die täglichen Updates der Virenscanner benötigen
      - Nutzung von Videos bei Youtube; der Trend geht dort zusätzlich noch Richtung HD
      - andere Streaming-Angebote (Musik, Video)
      - Nutzung von Cloud-Speicher (z.B. Dropbox, Skydrive oder Google Drive)
      - Nutzung von Google Maps
      - Facebook, Google+ (inkl. der dort hochgeladenen Videos und Fotos von Freunden und Bekannten)
      - Filesharing (Bittorent)
      - Emails
      - das normale Websurfen

      --> und das ganze multipliziert sich, wenn Lebenspartner und Kinder mit eigenen Geräten das Internet mit nutzen!
      --> Und in wenigen Jahren sind die genannten Inklusiv-Volumen bei dem steigenden Datenaufkommen doch nicht mehr als ein schlechter Witz!
      Schaut mal, was hier so alles als Beispiele genannt wird:
      -> zeit.de/digital/internet/2013-…om-drosselung-75-gigabyte
      -> stadt-bremerhaven.de/was-machs…-gigabyte-du-verbrauchst/

      Es bleibt also immer weniger Volumen übrig, der wirklich diskriminierungsfrei genutzt werden kann. Wenn Google & Co. erst mal merken, dass ihre Angebote nicht mehr so stark genutzt werden (können), fangen die irgendwann wirklich an, für die Durchleitung ihrer Daten an Telekom & Co. zu zahlen. Dafür werden deren Daten dann in den Netzen der Provider bevorzugt behandelt ... was eindeutig zu Lasten der Bandbreite für die anderen Daten der anderen (tlw. auch kleineren) Anbieter geht.

      Was bedeutet das dann?

      Man bekommte die meisten Inhalte der großen und zahlenden Anbieter in der gleichen Qualität wie bisher (man kann ein Youtube-Video oder Musik ja nicht "schneller" in der Gesamtlänge sehen oder hören, nur, weil die Daten schneller geladen werden), während die anderen Daten (z.B. Patches) langsamer runtergeladen werden können, weil die dafür zur Verfügung stehende Bandbreite zu Gunsten von Google & Co. geringer wird. Wie war das nochmal mit "diskriminierungsfreier Transfer aller Daten"? Und wenn das Inklusiv-Volumen mal aufgebraucht ist, kann man das mit dem zeitweisen Entzug des Führerscheins vergleichen. Anstatt schnell von A nach B zu kommen (volle Bandbreite) muss man nun laufen oder mit dem Fahrrad fahren (nur 364kb/s als Bandbreite). Nur die Telekom-eigenen Dienste und von den Anbietern bezahlte Dienste funktionieren dann weiterhin ohne Einschränkung, was eine Wettbewerbsverzerrung ist und eine Diskriminierung der Konkurrenzdaten darstellt - und spätestens hier wird die Netzneutralität verletzt. Wer das nicht glaubt - der Anfang ist bereits gemacht! in Frankreich zahlt Google bereits Durchleitungsentgelte an Orange (France Telecom):
      -> heise.de/newsticker/meldung/Go…te-an-Orange-1788434.html

      Und es gab ja auch schon in der Vergangenheit Fälle, wo Provider z.B. bestimmte Ports von bestimmten Diensten gedrosselt wurden:
      -> stadt-bremerhaven.de/youtube-ist-bei-der-telekom-langsam/
      -> dslweb.de/dsl-news-aktuell/dsl…i-1und1-dsl-10100303.html
      -> golem.de/news/100-kbit-s-statt…le-kunden-1207-93442.html
      -> shortnews.de/id/522908/tiscali…andbreite-wird-gedrosselt
      -> stadt-bremerhaven.de/franzoesi…werbung-in-ihren-routern/

      Es betrifft also jeden von uns, was dort mit der Drosselung der Telekom seinen Anfang nimmt. Und es ist blauäugig zu behaupten, dass man dann einfach den Anbieter wechselt. Vodafone und die anderen Anbieter werden dort auch nachziehen. Die ersten Gerüchte in diesen Bereich gibt es ja schon (siehe Vodafone). Die warten jetzt erst mal aus der Deckung ab, wie es bei der Telekom weiter geht. Sollten die sich durchsetzen, wird es nicht lange dauern, bis sich die nächsten mit einer Drosselung aus der Deckung wagen und/oder bestimmte Dienste bervorzugen. Und selbst wenn deren Volumen nicht beschränkt werden sollte - die Telekom hält den größten Internet-Backbone in Deutschland. Sprich, die meisten Daten laufen nahezu zwangsläufig irgendwann/wo über den Internet-Backbone der Telekom. Wenn die Telekom aber als größter Anbieter für Google & Co. Bandbreiten garantiert und der restliche Verkehr drunter leidet, werden sich die langsameren Geschwindigkeiten auch bei den Wettbewerbern niederschlagen, die ihre Datenleitungen irgendwo an den Telekom-Backbone angeflanscht haben müssen um erreichbar zu sein, sofern sie nicht ohnehin eine Telekom-Leitung zum Endkunden nutzen, wie es vielfach der Fall ist.

      Und es gibt auch noch einen Gerechtigskeits-Aspekt bei der Netzneutralität. Wenn zusätzlicher Content irgendwann extra Geld kostet, sind die niedrigeren Einkommensschichten von den zusätzlichen Angeboten abgeschnitten. Das wird in einem Video sehr gut erklärt:
      -> youtu.be/XvYF8_hGgtc

      Von daher muss eigentlich jeder Internet-Nutzer hier laut protestieren und darf diese Entwicklung nicht blauäugig einfach hinnehmen!

      Hier noch ein paar weitere interessante Links, die das Thema aufgreifen und erläutern:
      -> zeit.de/digital/internet/2013-…provider-netzneutralitaet
      -> netzpolitik.org/2013/what-if-net-neutrality-netzneutralitat/
      -> netzpolitik.org/2013/netzneutr…e-internet-in-gefahr-ist/

      Grüße

      EDIT/NACHTRAG
      Hier noch der Link zur Petition gegen das Telekom-Vorhaben:
      -> change.org/de/Petitionen/deuts…utm_source=share_petition

      "Es ist ein Fehler, bei einem Lichtschein am Ende des Tunnels gleich die Taschenlampen auszuschalten." (KuJo, 2013)
      telegram.org - eine WhatsApp-Alternative
    • Leider ist auch Wahljahr und schon prischt die FDP (die sich letztes Jahr noch quer gestellt hat, zur gesetzlichen Verankerung der Netzneutralität... wegen offenem Markt und freier Marktwirtschaft!) hervor und will sich als Retter der Flatrate darstellen, mit Rösler als Held... sorry aber da muss ich lachen und kotzen!

      Leider deswegen, weil jetzt natürlich viel versprochen wird (egal von welcher Partei). Jetzt heißt es genau hinzusehen, welche Partei sich auch in der Vergangenheit für die Netzneutralität eingesetzt hat.

      Denn wenn es erstmal ein Gesetz FÜR die Netzneutralität gibt, kann die Telekom auch nicht mehr viel mit Lobbyarbeit dagegen machen.
      Krieg ist, wenn deine Regierung dir sagt, wer der Feind ist.
      Revolution ist, wenn du selber darauf kommst.
    • Hi,

      gute Sache dieser Beitrag. Aber ohne jetzt wieder in einer Wunde zu rühren, kann ich mir eine Kritik nicht verkneifen. Als ich einmal um Mithilfe gegen Tierquälerei in Form einer Petition gebeten hatte, war das Geschrei und Gezeter groß. Von wegen persönliche Daten und so weiter. Aber sobald es um unser heißgeliebtes Internet geht, beschwert sich keiner über die Herausgabe persönlicher Daten. So, das gehört zwar nicht hier rein, aber diese Kritik musste ich loswerden.

      Ich glaube kaum, das es auch nur einen halbwegs vernünftigen Internet Benutzer gibt, dar dieses Vorhaben der Telekom und der Anbieter, die auf den rosaroten Zug aufspringen werden, gut findet. Demnach glaube ich, dass es früher oder später zu sehr massiven Protesten dagegen kommen wird. Der erste Schritt ist sicherlich eine Petition. In wie weit das Erfolg haben wird, weiss ich nicht, allerdings bin ich da eher pessimistisch. Die Telekom ist ein Konzern, und Konzerne veröffentlichen keine Vorhaben, wenn diese nicht durch eine Schar Anwälte geprüft wurden. Und dass diese Drosselung den Benutzern nicht gefallen wird, dessen ist sich der Teh-Vorstand bewusst.
      Also, wenn die Telekom sich nicht sehr sicher wäre, dass sie diese Drosselung einführen kann, wieso sollten sie diese Informationen also veröffentlichen?
      Basierend auf dieser Überlegung, schätze ich unsere Chancen dieses Vorhaben zu verhindern eher als gering ein. Aber dennoch ist es vollkommen richtig, das wir alle uns dagegen stellen.
      "Im Schlamm fing es an, wie so vieles."
    • Hallo!

      Kurze Info:
      Hier kann man wohl nur mit den "Füßen" abstimmen. Ich werde, obwohl ich als Bestandskunde ja nicht von der Drosselung betroffen wäre, meinen Vertrag bei der Telekom kündigen und zu Unitymedia wechseln. Triple-Play ist hier verfügbar, so dass ich auch eine Alternative zu dem von uns genutzten Entertain-Tarif hätte. Insgesamt ist das zwar ein kleines Unterfangen (habe bislang häufiger schon von Service-Problem bei Unitymedia gehört ...). Aber ich will diesen Angriff auf die Netzneutralität nicht einfach hinnehmen! Die Telekom wird von ihren Plänen erst dann Abstand nehmen, wenn entweder der Gesetzgeber etwas dagegen macht (damit rechne ich erst mal nicht), oder ihr die Kunden davon laufen.

      Von daher ... ich habe mal gesagt, dass ich freiwillig nicht mehr von der Telekom weg wechsele. Allerdings sehe ich mich durch das Handeln der Telekom genötigt, nun doch davon zu ziehen. Mein Vertrag bei der Telekom läuft am 03.08.2013 ab. Ich kann also gerade noch rechtzeitig fristgerecht kündigen. Bye bye, Telekom! Nicht mit mir!

      Grüße

      "Es ist ein Fehler, bei einem Lichtschein am Ende des Tunnels gleich die Taschenlampen auszuschalten." (KuJo, 2013)
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    • Bestandskunden sind also noch bei TeleKom geschützt?
      Fragt sich nur, wie lange noch.... bis diese Regelung komplett für alle durchgeboxt wird......
      Ein Glück bin ich bei Kabel D...... da gibt es zwar auch eine Regelung, die bezieht sich aber erst ab 10 GB pro Tag und das nur wenn jemand exzessiv Filesharing (auch Hoster) saugt. Nächsten Tag hätte ich dann wieder 10 GB frei.......
    • Die Kruz bei der Geschichte ist, dass die Drosselkom auch die Bestandsanschlüsse nach und nach auf VoIP umstellt. Und in dem Moment können Sie auch andere Vertragsbedingungen festlegen.

      Ich bin froh, dass ich jetzt noch auf VoIP umgestellt wurde, mir können Sie also erstmal nichts.
    • Hallo!

      Ganz großes Tennis ... Unitymedia hat es gleich am ersten Tag geschafft, dass ich gleich wieder freiwillig von Widerrufsrecht der telefonischen Auftragserteilung von heute Morgen Gebrauch gemacht habe ...

      1. Angerufen und mich beraten lassen
      2. Das besprochene Angebot für gut befunden und meine Daten (Name, Anschrift etc.) durchgegeben. Es sollte:
      - per Email eine Auftragsbestätigung kommen
      - damit auch ein Auftragsformular zur Unterschrift, damit UM für mich bei der Telekom kündigen kann
      - und auch meine Festnetz-Rufnummer übernommen werden kann
      - wollte ich dann unterschrieben zurückfaxen
      3. Zwei Stunden später (noch keine Email angekommen) noch eine Rückfrage gehabt
      - die Hotline-Dame hat nach einigem Suchen meinen Auftrag gefunden
      - dabei festgestellt, dass es wohl Probleme gab und die Auftragsbestätigung deswegen nicht verschickt worden sei
      - das würde sie dann jetzt sofort veranlassen
      - hat mir für weitere Rückfragen dann schon mal die Auftragsnummer durchgegeben
      - und hat mir dann erklärt, was ich zu meiner Rückfrage wissen wollte
      4. 30 Minuten später (Email war immer noch nicht da) fiel mir ein, dass ich bei der Rückfrage noch etwas vergessen hatte; nochmaliger Anruf
      - Auftragsnummer durchgegeben
      - zur Verifikation wurden meine Daten (Anschrift) nochmal abgeglichen
      - *MÖP* ich wohne Hs-Nr. 13 ... erfasst wurde 23 ...
      - ich sage: "ist falsch, 13 ist richtig"
      - Hotline: "ich habe hier aber 23 im System"
      - ich: "muss wohl falsch erfasst worden sein"
      - Hotline: "hier steht aber 23"
      - ich: "Ja, das habe ich verstanden. Das ist aber falsch. Ich wohne 13. Das muss also korrigiert werden"
      - Hotline: "Geht nicht, da der Auftrag in Bearbeitung ist"
      - ich: "Und? Wenn es aber falsch ist?"
      - Hotline: "Dann muss ich einen Umzug vornehmen"
      - ich: "Der Auftrag wurde doch noch gar nicht geschaltet. Ist keine 4 Stunden im System bei Ihnen".
      - Hotline: "Das geht aber nicht."
      - Ich: "Wie lange dauert das dann?"
      - Hotline: "Wenn der Auftrag nicht mehr in Bearbeitung ist, kann ich den Umzug vornehmen."
      - Ich: "Und wie lange wird der in Bearbeitung bleiben?"
      - Hotline: "Das kann ich Ihnen nicht sagen."
      - Ich: "Und wie lange dauert dann der Umzug?"
      - Hotline: "Das geht dann innerhalb weniger Stunden"
      - ich: "Dann widerrufe ich meinen Auftrag hiermit und Sie nehmen ihn neu auf. Das müsste doch sofort gehen, oder?"
      - Hotline: "Das geht nur schriftlich"
      - ich: "Bitte? Ich muss jetzt schriftlich widerrufen, damit Sie ihn neu eingeben können? Obwohl ich hier direkt den Auftrag neu erteile?"
      - Hotline: "Ja, so ist der Ablauf"
      - ich: "Diesen Aufwand, weil eine falsche Hs-Nr. erfasst wurde, was nicht mein Fehler ist und die man wahrscheinlich sehr einfach in den Stammdaten ändern kann?"
      - Hotline: "Ja, so ist der Ablauf"
      - ich: "Danke. Dann widerrufe ich und beauftrage nicht neu. Das lässt ja jetzt schon Böses ahnen, wenn ich mal echte Problem habe ..."

      Also, ganz ehrlich ... bitte? Will man so neue Kunden gleich wieder vergraulen? Beim 2. Anruf höre ich das erste mal, dass es ein Problem (*aua* ... das Wort möchte man bei einer Auftragserteilung nicht hören ...) gab und keine AB verschickt wurde. Dann ist da auch gleich eine falsche Adresse erfasst worden (ich weiß aber, dass ich die Adresse bei der Auftragserteilung *richtig* nochmal vorgelesen wurde; k.A. was da nun zum Error geführt hat), was ich aber nur zufällig beim 3. Anruf erfahre. Die AB, wo man das sehen könnte, habe ich ja trotz 2x Zusicherung noch nicht bekommen ... Und dann gehen einfache Änderungen nur auf schriftliche Art und Weise? Wie wäre es denn damit, die Bearbeitung eines Auftrages abzubrechen um Korrekturen vornehmen zu können? Ein wenig mehr Kundenfreundlichkeit ... das riecht ganz stark nach der 1&1-Kundeninkompetenz ... so lange etwas läuft, läuft es. Hat man aber mal Probleme, dann kommen die richtigen Probleme ... ohne guten Service werden die Probleme selten auf Anhieb, wenn überhaupt, gelöst. Das Netz ist auch voll von Horrorgeschichten zum UM-Service ...

      *seufz*

      Was nun tun?

      Ich möchte von der Telekom aus Protest weg (wie oben beschrieben). UM ist die einzige echte Alternative, wenn man so etwas wie Triple Play (wobei man auch 50MBit inkl. hat) zum ähnlchen Preis wie die Telekom beim Entertain mit TV inkl. haben möchte.

      *seufz*

      Warum muss man mit den Telefon-Fuzzies in Deutschland immer so einen Stress haben?

      Grüße

      "Es ist ein Fehler, bei einem Lichtschein am Ende des Tunnels gleich die Taschenlampen auszuschalten." (KuJo, 2013)
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    • @Kujo
      Willkommen in Deutschland! Hier geht eben nix einfach unkompliziert, hier hat eben alles seine Ordnung(bitte das 'R' auch Orrrdentlich rrrollen).... Wie ich schon schrieb, am besten stellen wir alle auf Breitbandrauchzeichen um. Ich kann ja leider nicht wechseln, da in meinem Kaff die Telekom der einzige Anbieter mit Breitbandinternetverbindung ist.

      @CoDuck
      Und wenn ich diesen IP Quatsch nicht will? Das ist doch Telefonie und alles übers Netz, oder? Das bedeutet, wenn das Internet mal ausfällt, dann auch nix Telefon? Wenn dem so ist, halte ich das für bedenklich. weil alles über eine Verbindung ist schon blöd.
      Wäre aber schon ein geschickter Schachzug, so die Bestandskunden zum Neukunden zu machen um dann den Hahn abdrehen zu können... Theoretisch kann ich mich doch auch weigern auf IP umstellen zu lassen. Im schlimmsten Fall würde die Telekom dann meinen Vertrag auslaufen lassen, und ich müsste doch auf Rauchzeichen umstellen.. oder wie seht ihr das?
      "Im Schlamm fing es an, wie so vieles."
    • [BR]-genflocks schrieb:

      @CoDuck
      Und wenn ich diesen IP Quatsch nicht will? Das ist doch Telefonie und alles übers Netz, oder? Das bedeutet, wenn das Internet mal ausfällt, dann auch nix Telefon? Wenn dem so ist, halte ich das für bedenklich. weil alles über eine Verbindung ist schon blöd.

      Genauso sieht das aus. Das analoge Telefönchen war "tot" und ich hab dann das DECT direkt an die Fritz geknüppelt. Ich halte das auch für fragwürdig, denn 100% Serviceerbringung können die nicht garantieren, besonders bei Notrufnummern. Mal abwarten....
    • Hallo!

      So einen IP-Anschluss wollten dir mir bei unserem Umzug vor gut 2 Jahren auch unterjubeln. Hatte ich gar nicht bestellt, stand aber in der Leistungsbeschreibung des neuen Anschlusses. Habe dann bei der Hotline Stunk gemacht, dass ich das nicht will. Die Mitarbeiterin wollte mir das am Telefon aber schmackhaft machen und hat erst als ich auf den analogen Anschluss bestanden habe den Auftrag geändert.

      Bei mir wird die Lösung jetzt wahrscheinlich so aussehen:
      Auf dem Dach ist eine SAT-Anlage und im Wohnzimmer und Schlafzimmer ist eine SAT-Buchse anliegend. Demnach werde ich jetzt wohl mit dem TV auf SAT umsteigen. Also nix mehr mit IPTV. Und mit dem Internetanschluss werde ich zu einem lokalen Anbieter (Helinet) wechseln. Die bieten mir für rund 30€ eine Doppelflat (Festnetz und 16.000 DSL) an. Im Endeffekt spare ich damit sogar fast 20€/Monat gegenüber dem jetzigen Tarif. Für das Geld kaufe ich mir dann passende SAT Festplatten Recorder.

      Ist zwar wieder ein anderer Weg ... aber wieder einer, der mich von der Telekom weg führt. *PROTEST*

      Grüße

      "Es ist ein Fehler, bei einem Lichtschein am Ende des Tunnels gleich die Taschenlampen auszuschalten." (KuJo, 2013)
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    • [BR]-KuJo schrieb:

      Hallo!

      So einen IP-Anschluss wollten dir mir bei unserem Umzug vor gut 2 Jahren auch unterjubeln. Hatte ich gar nicht bestellt, stand aber in der Leistungsbeschreibung des neuen Anschlusses. Habe dann bei der Hotline Stunk gemacht, dass ich das nicht will. Die Mitarbeiterin wollte mir das am Telefon aber schmackhaft machen und hat erst als ich auf den analogen Anschluss bestanden habe den Auftrag geändert.

      Bei mir wird die Lösung jetzt wahrscheinlich so aussehen:
      Auf dem Dach ist eine SAT-Anlage und im Wohnzimmer und Schlafzimmer ist eine SAT-Buchse anliegend. Demnach werde ich jetzt wohl mit dem TV auf SAT umsteigen. Also nix mehr mit IPTV. Und mit dem Internetanschluss werde ich zu einem lokalen Anbieter (Helinet) wechseln. Die bieten mir für rund 30€ eine Doppelflat (Festnetz und 16.000 DSL) an. Im Endeffekt spare ich damit sogar fast 20€/Monat gegenüber dem jetzigen Tarif. Für das Geld kaufe ich mir dann passende SAT Festplatten Recorder.

      Ist zwar wieder ein anderer Weg ... aber wieder einer, der mich von der Telekom weg führt. *PROTEST*

      Grüße



      :thumbsup:
      Wir haben hier auch Sat TV, wenn du nicht jeden Tag mehrere Stunden(was ich mir bei dir nicht gerade vorstellen kann) fern siehst, reicht das allemal. HD Sender gibts auch genug und wenn man's braucht, auch Pay TV.

      Allerdings befürchte ich, das über kurz oder lang kein Internetanbieter mehr eine echte Flatrate anbieten wird.
      "Im Schlamm fing es an, wie so vieles."
    • Hallo!

      @alpi:
      Das hat Coduck doch schon weiter oben geschrieben.

      BTW - mit ein Grund, der Telekom vor den Koffer zu ... und zu kündigen. Deswegen werde ich bald kein Telekom-Kunde mehr sein. Die wollen es ja nicht anders und eine andere Sprache als das eigene Geld anderen Anbietern zukommen zu lassen verstehen die ja nicht. Bei Shell hat das damals mit der Ölplattform Brent Spar ja auch geklappt, nachdem niemand mehr bei Shell tankte, als die Ölplattform in der Nordsee versenkt werden sollte:
      -> de.wikipedia.org/wiki/Brent_Spar

      Grüße

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    • Genossen/innen, ein kleiner Lichtblick am erdrosselten Datenhimmel:

      Die Konkurrenten der Deutschen Telekom rechnen bereits damit, dass in der nächsten Zeit eine Reihe von Kunden zu ihnen wechseln, um nicht Gefahr zu laufen, vom Breitband-Netz abgekoppelt zu werden.

      Man gehe davon aus, dass der Telekom "die Kunden in Scharen davonlaufen" werden, wenn der Konzern an dem Modell festhalte, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (Breko), Stephan Albers, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus (heutige Ausgabe). Denn: "Unsere Mitgliedsunternehmen planen keine Datendrosselung", führte er aus.

      In dem Verband sind bundesweit Konkurrenten der Telekom organisiert. Vor allem kleinere regionale Carrier, Stadtwerke und Kabelnetzbetreibter haben sich hier zusammengeschlossen. Fraglich ist allerdings, wie sich ein Wechsel vieler Nutzer letztlich auf ihre Tarifstrukturen auswirken wird. Denn es ist damit zu rechnen, dass in erster Linie jene, die ihren Internet-Anschluss intensiver nutzen, der Telekom den Rücken kehren werden.


      Seitens der Telekom beharrt man auf der Aussage, dass die meisten Kunden nie von einer Sperrung des Breitband-Anschlusses betroffen sein werden. "Wenn wir die Volumenbegrenzung einführen, werden die meisten Kunden davon nichts bemerken", merkte auch Marketingchef der Deutschen Telekom, Michael Hagspihl, an. Nach offizieller Lesart seitens des Telekom-Marketings würden derzeit nur rund 3 Prozent der Kunden Datenvolumen in den entsprechenden Höhen über ihre Leitung schicken, während der durchschnittliche Kunde nur bei einem Viertel bis einem Drittel dessen landet.

      Allerdings handelt es sich hierbei nur um Abwehr-Rhetorik, die mit der Praxis wenig zu tun hat. Denn technisch sollen die Sperrungen voraussichtlich erst ab 2016 durchgeführt werden können. Die Telekom hatte ihr Vorgehen selbst damit begründet, dass bis dahin mit einer Vervierfachung des Traffics zu rechnen ist.

      Denn auch der durchschnittliche Nutzer wird in der kommenden Zeit neue Dienste für sich entdecken, die zu einer deutlichen Steigerung des Datenvolumens führen werden: Bei Video-Abrufen geht der Trend immer stärker in Richtung HD. Über Cloud-Anwendungen werden zunehmend Synchronisations- und Backup-Services organisiert, die das Volumen ebenfalls kräftig steigen lassen. Und auch andere datenintensivere Applikationen werden in der nächsten Zeit hinzukommen. So ist damit zu rechnen, dass auch der normale Nutzer bald öfters an die von der Telekom gesetzten Grenzen stoßen wird.


      Quelle: winfuture.de

      Wobei ich dennoch skeptisch bleibe in wie fern auch dort an heutigen Aussagen festgehalten wird.
      "Im Schlamm fing es an, wie so vieles."
    • @genflocks:
      Geht eventuell schon LTE bei dir? Gibt sehr genaue Karten zum Ausbaustatus (Vodafone hat schon zu 70% Abdeckung)...

      Ich bin seit Jahren schon bei einem lokalen Anbieter und seit ca. 1 Jahr auch mit 50 Mbit ohne Drosselung oder IP-Logging.
      Der Service bei so einem kleinen, lokalen Anbieter ist einfach besser und im schlimmsten Fall kann man direkt zur Technik hingehen und wirklich PERSÖNLICH mit jemandem vor Ort reden.
      Krieg ist, wenn deine Regierung dir sagt, wer der Feind ist.
      Revolution ist, wenn du selber darauf kommst.
    • lemba schrieb:

      @genflocks:
      Geht eventuell schon LTE bei dir? Gibt sehr genaue Karten zum Ausbaustatus (Vodafone hat schon zu 70% Abdeckung)...

      Ich bin seit Jahren schon bei einem lokalen Anbieter und seit ca. 1 Jahr auch mit 50 Mbit ohne Drosselung oder IP-Logging.
      Der Service bei so einem kleinen, lokalen Anbieter ist einfach besser und im schlimmsten Fall kann man direkt zur Technik hingehen und wirklich PERSÖNLICH mit jemandem vor Ort reden.


      Das mag sein, dass es LTE bei mir gibt. Ich hab nicht nachgeschaut, weil ich kein Funknetzwerk haben möchte. Mir sind Kabel irgendwie sympatischer.. :)
      "Im Schlamm fing es an, wie so vieles."
    • Hallo!


      Deswegen will ich ja mit DSL zu einem lokalen Anbieter hier wechseln. Wenn es da Probleme gibt, stehe ich den Beratern im Servicebüro direkt auf den Füßen. ;)

      TV über SAT sollte ohne großere Probleme funktionieren. Allerdings habe ich einen geliehenen Digitalen Sat Receiver (Kathrein UFS 821) hier an den bereits liegenden Sat-Buchsen nicht zum Laufen bekommen (kein Signal; egal, was ich eingestellt habe). Die Nachbarin zwei Etagen über mir schaut aber ohne Probleme über die bereits verlegten Sat-Buchen Fernseh. Ich habe jetzt noch die leise Hoffung, dass an dem alten wackeligen Kabel liegt, dass ich kein Signal bekomme. Werde mir dann morgen mal ein neues und fertiges Kabel kaufen und damit Testen.

      Grüße

      "Es ist ein Fehler, bei einem Lichtschein am Ende des Tunnels gleich die Taschenlampen auszuschalten." (KuJo, 2013)
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